Stiftung Warentest: Handys mit Kamera, Handy ohne Kamera Test

stiftung warentestIm Test der Stiftung Warentest: Neue Handys mit Foto und ohne Foto

Handys, mit denen man „nur“ telefonieren kann, sind immer seltener in den Regalen zu finden. Ob E-Mail, Internet, Video oder Fernsehen – moderne Handys bieten immer mehr Funktionen. Sogar bei der Telefonie sind noch Verbesserungen möglich! Die Tester der Stiftung Warentest haben einige der neuen Modelle unter die Lupe genommen und deren Extra-Features auf den Prüfstand gestellt. Spielerei oder nützliches Feature – entscheiden Sie selbst!

Stiftung Warentest Test: Handys mit Kamera

sony ericsson w890i1. Testsieger: Sony Ericsson W890i – Note GUT (1,9)

Vor allem Multimediafreunde, die gerne Reisen, werden mit dem Sony Ericsson W890i ihre Freude haben. Mit diesem Handy ist es nämlich möglich, auch in amerikanischen GSM-850 und -1900-Netzen und in UMTS-Netzen zu telefonieren. Dank der Standards EDGE und HSDPA sind sehr schnelle Datenübertragungen möglich. Weitere nützliche Extras: 3-Megapixel-Kamera, Musikplayer mit 3,5 m Kopfhöreranschluss, Google Maps Software, guter Akku. Der aktuelle Preis liegt bei 360 Euro.

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2. Sony Ericsson K660i – Note 2,1

3. Nokia E51 – Note 2,2

4. Samsung SGH-F490 – Note GUT (2,2)

Das Samsung SGH-F490 besticht vor allem durch seine Vielseitigkeit und sein Design. Mit dem Handy kann man sowohl in GSM 1900 als auch in UMTS-Netzen telefonieren. Die Standards EDGE und HSDPA ermöglichen eine schnelle Datenübertragung. Kleines Manko: Die Texteingabe via Bildschirm ist etwas umständlich. Pluspunkte: Gute 5-Megapixelkamera inklusive Autofokus, Musikspieler mit 3,5 mm Kopfhöreranschluss, Darstellung von MS-Office und PDF-Dokumenten möglich. Der Preis liegt bei 530 Euro.

5. Sony Ericsson W380i – Note 2,2

6. Samsung/ adidas SGH-F110 miCoach – Note 2,3

7. Samsung SGH-U900 Soul – Note 2,3

8. LG KF600 – Note 2,4

9. LG KF750 Secret – Note 2,4

10. SISYMotorola U9 – Note 2,4

11. Samsung SGH-D880 – Note 2,4

12. Sony Ericsson Z555i – Note 2,4

13. Nokia 3500 classic – Note 2,5

14. LG HB620T – Note 3, 0

Stiftung Warentest Test: Handys ohne Kamera

Besonders im Geschäftsleben wird oftmals ein Handy ohne Kamera bzw. Handy ohne Foto-Funktion benötigt.

nokia 2600 test1. Testsieger: Nokia 2600 classic – Note GUT (2,2)

Das Nokia 2600 classic ist eher einfach ausgestattet – ideal für Nutzer, die einfach nur telefonieren möchten. Es verfügt nicht über einen Musikplayer, die Kamera kann nur mit einer VGA-Auflösung aufwarten. Auch ist es nicht möglich, in amerikanischen oder UMTS-Netzen zu telefonieren. Die Akkuwerte sind allerdings gut, und das Nokia 2600 classic ist günstig: Für bereits 85 Euro ist es zu haben.

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2. Sony Ericsson K220i – Note 2,6

3. LG KP100 – Note 2,9

4. Nokia 1650 – Note 3,0

Test-Schwerpunkt 1: Surfen mit dem Handy

Der Großteil der modernen Handys verfügt bereits über ein E-Mail-Programm und einen Web-Browser. Allerdings ist die Eingabe von Texten auf kleinen Tastaturen etwas mühsam. Auch die Darstellung der Webseiten ist auf kleinen Bildschirmen verbesserungswürdig. Eine Ausnahme: Das Samsung F490 verfügt über ein recht großes Display. Ebenso gibt es bei der Bedienung Unterschiede: Diese funktioniert beim Samsung F490 über einen berührungsempfindlichen Touchscreen. Das LG600 und das Secret präsentieren ebenfalls einen Touchscreen, allerdings in der Sparvariante. Der Mini-Bildschirm versteckt sich nämlich unter dem konventionellen Display. Aus Platzgründen wechseln sich die Steuerelemente kontextabhängig ab. Sony Ericsson hingegen wirbt bei seinen Modellen W380i und Z555i mit „Gesture Control“. Dabei handelt es sich um Steuerung durch Gestik, wie zum Beispiel Bewegungen vor der eingebauten Handykamera. Leider ist diese Funktion noch nicht ganz ausgereift, der Vorteil gegenüber einer Bedienung über Tasten ohnehin fragwürdig.

Test-Schwerpunkt 2: Online-Stadtpläne auf dem Handy

Eine Neuerung bieten die Handyhersteller mit der Möglichkeit, Straßenkarten aus dem Internet zu laden. Das E51 von Nokia ist zum Beispiel mit dem Karten- und Navigationsprogramm „Nokia Maps“ ausgestattet. LG und Sony Ericsson hingegen bedienen sich der Software „Google Maps“. Der Standort wird dabei über die jeweilige Funkzelle bestimmt, in die der Nutzer eingebucht ist. Für eine exakte Ortung ist man jedoch mit einem externen GPS-Empfänger besser beraten.

Test-Schwerpunkt 3: Extra-Features: Zeitlupe, Fernsehen, Lauftrainer

Die Anbieter moderner Multimediahandys überraschen mit immer neuen Features: LG beispielsweise bietet beim Secret nicht nur eine Videokamera, sondern stattet diese auch mit einer Zeitlupe und einem Zeitraffer aus. Das HB620T wertet LG mit einem Empfangsteil für digitales Antennenfernsehen auf. Samsung wendet sich mit einer Kooperation mit adidas vor allem an Sportbegeisterte: Das Samsung F110 ist mit einem Pulsmesser und einem Schrittzähler ausgestattet und kann so als digitaler Lauftrainer eingesetzt werden.

Im Test: Handy mit Dual-SIM

Doch auch bei der Telefonie gibt es noch Verbesserungspotential: Die Tester der Stiftung Warentest haben mit dem Samsung D880 erstmals ein Handy mit Dual-SIM auf den Prüfstand gestellt. Das Handy ist mit zwei Sende- und Empfangseinheiten ausgestattet und kann mit zwei SIM-Karten betrieben werden – perfekt für die parallele Nutzung von Privat- und Dienst-SIM. Obwohl der duale SIM-Gebrauch zusätzlich Strom braucht, sind die Akkulaufzeiten des Samsung D880 ansehnlich.

Test-Fokus: Die Macken des neuen iPhone 3G

Die neueste Version des iPhone bietet zahlreiche Neuerungen: eine neue Software (die auch auf den „alten“ iPhones installiert werden kann), die wiederum eine neue Programmpalette eröffnet. Weiteres Highlight für Schnellsurfer: Mit dem neuen iPhone kann man nicht mehr nur in GSM- und WLan-Netzen surfen, sondern auch in den schnellen UMTS- und HSDPA-Standards. Ein eingebauter GPS-Empfänger ermöglicht eine Ortung via Satellit, Google Maps ist vor installiert. So weit, so gut. Doch leider hat das neue iPhone auch einen gravierenden Nachteil gegenüber seinem Vorgänger: Die Verarbeitung ist schlechter, das Handy ist dadurch nicht mehr regenfest. Im Test der Stiftung Warentest wurden drei Regenschauer inszeniert. Bei allen drei getesteten Apple-Modellen war das Display tot, zwei trugen bleibende Schäden davon. Kritisiert werden von den Testern außerdem der fest verbaute Akku und die aufwändige Erstinbetriebnahme. Allerdings ist das neue iPhone etwas günstiger als sein Vorgänger, doch in der Bundesrepublik gibt es das Multimediahandy nach wie vor nur mit einem Zwei-Jahresvertrag von T-Mobile.

Stiftung-Warentest Test-Fazit

· Testsieger ist aufgrund seiner Vielseitigkeit das Sony Ericsson W890i (360 Euro)
· Liebhaber von Touchscreen-Handys sind mit dem Samsung F490 (530 Euro) oder dem Apple iPhone (ab 890,95 Euro mit Zweijahresvertrag) gut beraten
· Nutzern mit mehreren SIM-Karten ist das Samsung D880 (370 Euro) mit Dual-SIM Funktion zu empfehlen
· Einfach und gut: Das Nokia 2600 classic (85 Euro)

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